Linda März.

AUFGABE 1 - EiNZUG!
Innerhalb 1 Simwoche.
Urlaub ist nicht erlaubt.

» Job
» Kontakt zu einem NPC & Einzug von diesem in die SimLane 10
» Kauf einer Staffelei
» Hier die Vollansicht

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„Oh!“ Das war das Einzigste, was mir dazu einfiel, als ich das Haus, welches mir Lucia geschenkt hatte zum ersten Mal sah. Ich konnte nun erahnen, warum mich der Taxifahrer mich so merkwürdig angeblickt hattem als ich ihm diese Adresse als mein neues Heim vorgestellt hatte. Die Fassade war mit blassgrünen Leisten ausgestattet, die zum Teil wohl schon morsch waren. Darunter lag eine massive Mauer aus roten Backsteinen.
‘Nun’, dachte ich. ‘Da muss ich wohl mal einen Maler bestellen.’


Ich ging dennoch frohen Mutes auf das Haus zu. Denn lieber ein hässliches Haus, als kein Haus. Wobei ich finde, dass die Bezeichnung Haus auf die Größe des Gebäudes nicht wirklich passte, aber darüber konnte ich auch noch später fachsimpeln.



Innen war ich dann ganz froh, dass die Verhältnisse so eng waren, dass ich mich diret aufs Sofa fallen lassen konnte. „Uwäh!“, murmelte ich und lies meinen Blick nochmal über alles fahren. Nein, die Mutter von Lucia schien keine Farben mehr zu sehen ... oder zumindest hatte sie einen schlechten Geschmack. Wirklich unaustehlich diese Farbkombination. Pfui! Aber ich musste wohl damit leben solange ich nicht das nötige Kleingeld hatte um zu renovieren und neu einzurichten.



Nun, nachdem ich den ersten Schock überstanden hatte verspürte ich ein leichtes Hungergefühl. War ja auch kein Wunder nach der langen Reise, die ich hinter mir. Ich war praktisch einmal durch die USS (United States for Sims) geflogen. Also ging ich in die Küche und inspizierte zunächst einmal den Kühlschrank. In diesem befand sich zum Glück alles, was ich für leckere Sandwiches benötigte: Ein Glas bester Markensenf, eine Packung eingeschweißte Wurstplatte und auch noch eine Tüte mit schön großen Toastbrotscheiben. Wer die allerdings in den Kühlschrank getan hatte ...



Wie ich also so da saß und mit großen Bissen mein Sandwich aß, schaute ich durchs Fenster. Draußen war das Wetter sehr schlecht. Es regnete, blitzte und donnerte heftig. Dennoch hatten sich einige Wagemutige auf den Weg gemacht um zu schauen, wen es in die Simlane 10 verschlagen hatte.



Da ich eine gute Kinderstube genossen hatte nd zudem auch gerne neue Leute kennenlernte, öffnete ich die Tür und begrüßte die Leute. Mit Gerda Kappe und Benjamin Lang war ich noch nicht so ins Gespräch gekommen, denn sie hatten sich sofort nach innen verdrückt um Dart zu spielen. Manuela Bretz stattdessen führte höflich Konversation mit mir. Schon nach wenigen Minuten fanden wir heraus, dass wir den gleichen Musik- und Filmgeschmack hatten. Deshalb unterhielten wir uns prächtig über den gerade neu erschienen „Supersim“-Film mit dem supersüßen Hannes Simser.



Ich kam hinein, als Gerda Kappe gerade an den Tisch saß. Komisch, hatte sie mir vor wenigen Minuten nicht noch erzählt, sie sei auf Diät und würde rein gar nichts außer ihren super, spezial Müsliriegeln zu sich nehmen?!



Ein, zwei Stunden später machte sich bemerkbar, dass ich nur ein halbes Sandwich bekommen hatte und nicht nur mir schien der Magen zu knurren. So servierte ich meinen Käsenudeln, die von allen dankend angenommen wurden. Benjamin sprach dabei das Wetter an: „Nun ... Sie, ähm ... Ja, Sie müssen sich keine Angst machen ... hehe ... es gibt hier auch .. hihi ... regenfreie Tage, jaja.“ Ich lächelte etwas unsicher und wand mich wieder dem Essen zu. Irgendwie war mir dieser Benjamin unheimlich.



Kurz nach dem Essen verabschiedete sich Gerda da, sie müsse ja noch ein bisschen Sport treiben. Und auch Benjamin und Manuela waren bald verschwunden. Endlich konnte ich mich unter die warme Dusche stellen. Wahrscheinlich waren meine Nachbarn auch aufgrund meines Gestanks geflüchtet.


Endlich im Bett fielen mir die Augen bald zu und ich schlief tief und fest. Ich träumte von einem großen Sack voll Geld, den ich dazu verwenden würde das kleine, grüne Häuslein zu renovieren ...



Am nächsten Morgen kitzelten mich einige Sonnenstrahlen an der Nase, so dass ich sehr früh aufwachte. Gerade wollte ich mich wieder zurück in die Kissen fallen lassen, als ich draußen einen Jungen im gelben Zeitungsträgeroutfit vorbeilaufen sah. Und entdeckte ich auch schon die Zeitung, die ich mir gleich – noch im Nachthemd – mir ‘rein nahm.


„Aha, das ist also der ‘Redlinger Kurier’“, bemerkte ich und übeflog die Titelseite. „Lamas gewinnen: Heute das nächste Spiel.“ Ich juchzte, als ich diese Meldung las. Die Lamas waren einfach die beste Footballmannschaft. Aber wegen dem Sportteil war ich nicht aufgestanden, nein, ich brauchte einen Job. Und so sah ich mich nun nach ein paar Stellenanzeigen um.


Außer den Angeboten aus Wirtschaft und Sport gab es nur noch die Anzeige einer kleinen Tanzschule, die eine Aerobiclehrerin suchte. Ich tippte also schnell die Nummer ins Telefon und stellte mich kurz bei der Sekräterin am Telefon vor. Die schien froh zu sein, endlich einen Bewerber zu haben und gab mir die Stelle sofort – ohne irgendwelche Unterlagen oder Qualifikationen zu sehen. ‘Endlich hab’ ich wieder Glück’, dachte ich grinsend.



Doch bevor ich die Stelle antreten konnte, musste ich noch ein wenig üben. Sonst hätten sie mich wohl schon am ersten Arbeitstag wieder hochkant rausgeschmissen. Ich stellte das Radio also auf volle Lautstärke und machte bei Musik einige Übungen im Garten.



Aber nur kurze Zeit später war meine Motivation schon wieder im Eimer. Immer dieser innere Schweinehund (oder auch kurz: ISH). Ich legte also eine Snackpause ein und aß ein wenig von dem Tiefkühlfraß.



Anschließend schaffte ich es dann mich voll in Form zu bringen, sodass ich mich gut vorbereitet für die ersten Arbeitstage fühlte.

„Puh!“, machte ich und ließ mich aufs Sofa fallen. Ich war total müde und fertig. Da hieß es zuerst mal ein Nickerchen einzulegen. Erst mitten in der Nacht wachte ich wieder auf, diesmal geweckt von meinem ISH, der sich darüber beklagte keine Entschädigung für das Übergehen seiner Meinung heute mittag erforderte. Ich hatte allerdings keine Lösung für dieses Problem im Kühlschrank und musste erst eine Zeit nachdenken, in der mein Magen heftig zu knurren begann. Schließlich beschloss ich den 24h-Pizzaservice anzurufen und etwas Geld auszugeben für eine Pizza Salami-Schinken.



Wie am Telefon versprochen stand der klapprige Wagen des Lieferservices nach einer Viertelstunde vor meiner Tür. Die Lieferantin übergab mir lächelnd die Pizza: „Einmal Salami-Schinken, für Sie.“ Ich bedankte mich und gab ihr noch einen kleinen Zuschuss. Dann musste ich allerdings rein, denn der Kartonboden verbrannte mir die Finger.



Nachdem ich – gierig wie ich war – die Pizza verschlungen hatte, schaute ich zum Abschluss des Tages noch das angekündigte Footballspiel an. Die Lamas gewannen haushoch, sodass ich gut gelaunt unter die warme Bettdecke schlüpfte.

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Seit meinem Einzug in der Simlane 10 war ich nie vor 8 Uhr aufgestanden, doch heute hupte schon um 6.45 Uhr vor meiner Haustür. Es war die Fahrgemeinschaft, die aus einem Nachbarort Redlingens kam und mich günstiger Weise mitnehmen konnte nach Sim York, wo sich die Tanzschule befand. Leider musste ich deswegen auch eine knappe Stunde vor Arbeitsbeginn fertig angezogen auf der Matte stehen. Mein erster Arbeitstag würde heute also beginnen – Mensch war ich aufgeregt.

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Gegen Nachmittag brachten mich die Kollegen auch wieder zurück. Ja, nur Kollegen. Ich war zwar unter Menschen, dennoch fühlte ich mich momentan allein, da niemand wie eine gute Freundin war und mir mal richtig zuhörte. Also beschloss ich jemanden anzurufen. Meine erste Wahl fiel auf Lara Ritter. Die nette Schwarzhaarige habt ihr schon einige Tage zuvor gesehen, sie ist die Pizzalieferantin. Und da ich mittlerweile schon bei der 3ten Pizza war, waren auch ihre Aufenthalte auf meinem Grundstück dementsprechend gewachsen, so das sie durchaus schon zu meinem Freundeskreis zählte. Natürlich hatte Lara sofort eine Idee und saß ich 15 Minuten später schon im Taxi in Richtung. Der Marktplatz war eine nette Location – nein, die einzigste Location in ganz Redlingen. Aber im Biergarten oder bei Susi’s Salon konnte man entspannt sitzen und ein Käffchen trinken oder etwas essen.

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Wir verbrachten also eine ganze Zeit auf dem Marktplatz, aßen ein Schnitzel und tranken einen Espresso bei Susi. Anschließend beschlossen wir unsren Abend weiter bei mir zu verbringen. Ich bemerkte, wie wir uns immer näher kamen – natürlich nur im freundschaftlichen Sinne. Ich konnte nicht anders und wünschte mir, dass sie öfter bei mir war und mir Gesellschaft leistete in diesem für mich so anstrengenden Leben.

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Doch zunächst einmal folgte eine weitere Nacht allein in meinem kleinen Heim. Sie verging traumlos, so dass das Morgengrauen schon bald nahte.

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Der nächste Tag verlief sehr ruhig, denn ich hatte heute frei. Endlich konnte ich mich mal um meine Bekanntschaften kümmern, die ich so gemacht hatte im Laufe der Woche. Zunächst telefonierte ich mit Gerda Kappe, aber ihre ermüdenden Vorträge über ihre Diät mit kalorienfreiem Essen (die sie ja eh nicht einhielt) waren kaum zu ertragen. Nein, ich brauchte richtige Unterhaltungen.

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Und deshalb tippte ich wie gestern die Nummer von Lara ins Telefon. Ja, immer blieb ich bei ihr hängen. Hatte das etwas zu bedeuten? Wahrscheinlich nur, dass wir den gleichen Humor und Geschmack hatten.
„Ritter?“
„Hi Lara! Ich bin’s, Linda!“
„Oh, hi Linda. Schon wach? War ja gestern echt nett.“
„Ja, aber mir ist schon wieder langweilig. Hab eben mit Gerda Kappe telefoniert.“
Am anderen Ende der Leitung hörte ich ein ausgelassenes Lachen. Auch ich musste kichern, obwohl ich ja sonst nicht gern über Leute tratschte.
„Ja, das kann ich verstehen. Warte mal ... hm ... ach, ich komm einfach vorbei, ok?“
„Ja! Natürlich, gerne.“
Und damit war das Gespräch beendet. Wie ich spontane Ideen liebe.



Ich hatte mir gerade in meine Alltagsgarderobe geschmissen, als es auch schon an der Tür klingelte. Draußen war – Lara. Wir umarmten und herzlich, dann bat ich sie herein.



Drinnen spielten wir eine ganze Zeit lang Dart, schauten Filme und tanzten zu Musik oder redeten und lachten.



Und ich bemerkte, dass sie mir noch mehr ans Herz gewachsen war, als ich bislang gedacht hatte. Ich als Familienmensch brauchte einfach jemanden um mich herum, der mich forderte, mich aufmunterte oder aber jemand, dem ich helfen konnte. Und so fragte ich Lara dann am Abend: „Lara? Also ... Willst ... willst du bei mir einziehen?“ Endlich war es raus. Verwirrt blickte mich die Schwarzhaarige an und ich wollte schon sagen, dass das nur ein Scherz war. Doch  dann lachte sie und herzte mich. „Natürlich, wir beide, das wird toll!“



Und so schlief ich an diesem Abend nicht alleine ein. Lara hatte einige Sachen von sich zu Hause geholt. Leider keine Möbel, sondern nur ihre Kleidung. Aber wahrscheinlich hätte ihre Einrichtung eh nicht in die Hütte gepasst. Ja, die Renovierung sollte bald mal von statten gehen.

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Und genau deshalb suchte auch Lara sich einen Job. Bei ihrem Pizzalieferantenjob verdiente man nur wenig und so suchte sie sich eine Anstellung bei einem Wirtschaftsunternehmen, wo sie als Postraumtechnikerin gleich am nächsten Tag anfagen konnte.

Als ich an diesem Tag heimkam entdeckte ich Lara, die völlig erschöpft mein Bett als Schlafstätte benutzte. Dabei war ich doch auch so müde. Nunja, da musste ich wohl das Sofa nutzen, auch wenn das mehr als unbequem war. Und dabei war ich heute zum ersten Mal befördert worden ...



Am Abend (ich hatte mittlerweile das Bett in Anspruch genommen) ging auch noch der Wasserhahn kaputt. Doch Lara war sofort zur Stelle und reparierte ihn so gut es eben bei dem gut 30 Jahre alten Stück noch ging. War ich froh so eine erfahrene Handwerkerin im Haus zu haben.

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Und auch ihre Kochkünste waren nicht zu verachten, als sie mir nachts das Entschuldigungsessen auftischte: saftigen Toast Hawaii.
„Sorry, Linda, aber ich was heute mittag so müde. Ich find’s total toll, dass du befördert wurdest.“
„Oh, du brauchst dich da doch nicht zu entschuldigen. Übrigens, deine Toasts sind hervorragend. Vielleicht hättest du Köchin werden sollen!?“
„Oh, nein, noch ein paar Jahre zwischen Hitze und Fett würde ich nicht aushalten.“

Einige Tage später ...

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Ich lag da so auf meinem Bett und hörte entspannt Musik – Lara war bei der Arbeit – da sah ich einen roten Schatten unter dem Fenster hin und her huschen. Als ich genauer hinblickte entdeckte ich Gerda Kappe, die nun wieder auf dem Gartenweg lief. Sie schien zwar schlecht gelaunt, dennoch begrüßte ich sie herzlich.

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„Mein Kind, Sie sehen ja hervorragen aus. So im Gegensatz zu mir ...“
„Oh, danke. Wollen Sie vielleicht auf ein Pläuschen bei Kaffee hereinkommen?“
Plötzlich verschwand Gerdas Lächeln und sie hatte es etwas eilig.
„Oh, äh ... lieber ... lieber nicht. Ich. Sehen Sie, ich habe schon wieder zugenommen. Und ich ... äh ... tschüss!“

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Nein, ich glaube, Gerda wird nie zum Kreise meiner besten Freundinnen gehören. Denn so ein bisschen Zucker ist doch noch lange kein Grund einfach so die Flucht zu ergreifen. Außerdem hätte ich eh keinen Kaffe gehabt. Ich wollt’ ja nur nett sein. Hm. Komische Frau.